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Kleingärtnerverein
Ahsetal e. V.

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Alte Kleingartenanlage
Von 1935 bis 1981 hieß die Anlage KGV “Ahsetal”. Nach der Umsiedlung der alten Kleingärtner wurde 1981 die alte Anlage in KGV “Am Oberlandesgericht” umbenannt.

Garten-Nr. 26

Jugend- und Vereinsheim
Fleißige Helfer errichteten 1952 in Gemeinschaftsarbeit das Vereinsheim.
Im Jahr 1959 wurde es um 50 % erweitert.

Gartenlaube Nr. 17    1956

Gartenlaube Nr. 17    20 Jahre später


Westfälischer Anzeiger 28. September 1979

Wenn im nächsten Herbst die Planierraupe alte Erinnerungen wegschiebt,
fangen Ahse-Gärtner mit ihren Apfelbäumchen noch einmal “ganz klein an”

Gedankenverloren schweift der Blick über pralle Rotbäckchen-Äpfel und alte Obstbaumstämme. „Damit ist es nun bald vorbei“, weiß Sepp Huber, einer der 49 Kleingärtner, „eine letzte Galgenfrist-Ernte hat uns die Stadt für 1980 zwar noch versprochen, doch schon im Frühjahr müssen wir mit unserem Umzug in die neue Anlage am Holunderweg beginnen.“

Vom ersten harten Schlag , der Mitteilung, dass ihr liebevoll gehegter Garten bald dem OLG-Anbau weichen müsse, haben sich mittlerweile die meisten erholt, denn – „die vielen Arbeitsplätze sind in Hamm wichtig, das sehen wir ein“ – und mit den Verhandlungsergebnissen über Ersatzansprüche und die Gestaltung der neuen Anlage sind viele zufrieden.

Trotzdem – ein bitterer Nachgeschmack bleibt bei: 20, 30, oder sogar 40 Jahre haben die Freunde der Freiluft-Arbeit in einem mühevollen Aufbau investiert, haben alle Gemeinschaftswege gelegt, für Wasser- und Stromanschlüsse gesorgt, ihre nur wenigeQuadratmeter großen Gartenhäuschen zu kleinen Schmuckstückchen gemacht und jeden Stein für ihre Vereinsgaststätte selbst geschleppt.

Daran hängen ihre Erinnerungen – „das kann uns niemand bezahlen, wenn im nächsten Jahr die große Planier-Raupe alles wegschiebt.“ Endgültig ist der Abschied vom Gemüse- garten für den 76-jährigen Fritz Wolff. Denn für ihn wird es, wie auch für weitere 16 seiner Ahsetal-Kumpel, keinen neuen Anfang mehr geben. Sie fühlen sich zu alt, ihre Arbeitskraft zu verbraucht, als dass sie sich jetzt noch einmal einen neuen Gartenbau von der Pieke auf zutrauen würden.  Wolff: „Wenn ich noch zehn Jahre jünger wäre, ja dann ... aber jetzt schaffe ich das einfach nicht mehr.“ Nun, ein kleiner Trost bleibt ihm: In seinem "zweiten“ Zuhause, seiner Stadtwohnung, wartet zumindest noch ein Dachgarten auf seine erfahrene Gärtnerhand.

“EIN BISSCHEN GEMÜTLICH will man´doch haben!” Deshalb bauten Waltraut Erlitz und ihr Mann in zehn Ahsetal-Jahren ihre kleine Hütte fast zu einem Bungalow aus. Mit bunten Glasfenstern und einer Holzvertäfelung gaben sie ihre “Heimat” den letzten Schliff und nutzten jedes noch so kleine Plätzchen, damit ihre sechsköpfige Familie an den Wochenenden und in den Ferien “gut leben” konnte.

Unsere alte Kleingartenanlage 1999   
KGV “Am Oberlandesgericht”

1981 sollte diese Anlage schon komplett abgerissen werden. Damals fehlte dem Land Nordrhein-Westfalen aber noch für die Erweiterung des Oberlandesgerichts das Geld. 1999 war es aber dann doch soweit.
Das Oberlandesgericht wurde vergrößert und aus
32 Kleingärten wurde ein Parkplatz gemacht.
18 Gärten stehen aber heute noch. Auf diesem Bild ist schon zu erkennen, dass alle Bäume und Sträucher entfernt wurden. Vier Wochen später waren dann auch die 32 Gartenlauben entfernt.
Das alte Vereinsheim und die Gärten Nr. 17 und 26 gibt es heute auch nicht mehr

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